Der gesamte Hyden Rock ist im Gegensatz zum Ayers Rock (Sandstein) aus Granit und mit 2,7 Milliarden Jahren auch deutlich älter. Der Wave Rock ist nur ein kleiner, aber, aufgrund seiner besonderen Form, sicherlich der bemerkenswerteste und berühmteste Teil davon. Fachleute gehen davon aus, dass herunterlaufendes Regenwasser dem Fels über Jahrmillionen seine charakteristische Form gegeben hat. Da der Granit auf der Seite weicher ist als auf der Oberfläche, wurde seitlich mehr Gestein herausgewaschen.
Für die nächsten zwei Nächte haben wir uns Marysville, am Rand des Yarra Ranges Nationalparks, ausgesucht. Wir finden ein kleines süßes Örtchen vor, das hauptsächlich auf Tourismus ausgerichtet ist. Im Sommer Wandern und Radfahren, im Winter Langlauf und Rodeln.
Wir laufen einmal durch den Ort, kaufen im lokalen Store noch ein paar Sachen zum Kochen ein und freuen uns, als uns auf der Terrasse ein Kookaburra besucht. Wenig später gesellen sich noch zwei Magpies (Flötenvögelstare) hinzu. Man liest immer wieder von Angriffen dieser Stare auf Menschen, wir haben sie aber immer ganz friedlich vorgefunden.
Von Wangaratta aus machen wir einen Ausflug nach Glenrowan, dem Ort, in dem Ned Kelly 1880 gefasst wurde. Wer die Geschichte von Ned Kelly genauer wissen möchte, liest am besten im Internet nach. An dieser Stelle nur so viel, er hat sich gegen das Unrecht, das seiner Familie widerfuhr, aufgelehnt, wurde dadurch zum von der Polizei gesuchten Verbrecher und wurde damals wie heute von den Menschen der Gegend verehrt.
Wir schauen uns das Museum an, in dem in mehreren Räumen und im Freien, mittels mechanisch animierter Figuren, seine Gefangennahme nachgestellt wird. Uns hat es ganz gut gefallen. Seine selbsgebaute kugelsichere Rüstung ist auf jeden Fall sehenswert.
Umso erstaunter sind wir, als die Hauptstraße gesperrt ist, Umleitungsschilder auf Ausweichparkplätze verweisen und der Verkehr sich zu stauen beginnt. Unserer schlechten Vorbereitung geschuldet, wussten wir nichts vom dreitägigen Yackandandah-Folk-Festival. Noch besser - dann eben durch den Ort schlendern mit Musik. Wir schauen uns im Ort um, hören ein wenig der Musik zu und begeben uns nach einer Weile auf die Weiterfahrt.
Ostern steht vor der Tür, und wenn wir dieses Jahr schon nicht mit der Familie feiern können, dann muss es wenigstens eine schöne Location sein. Unsere Wahl fällt auf die Weinregion Barossa Valley, etwa eine Stunde nördlich von Adelaide.
Da es die nächsten Tage kühler und regnerisch werden soll, suchen wir nach einer festen Unterkunft und werden mit einem schönen AirBnB fündig, was gar nicht so einfach ist, denn über Ostern ist rund um Adelaide fast alles ausgebucht. Die Australier reisen eben gerne.
Ansonsten ist Bright ein beliebter Treffpunkt zum Rennradfahren, Mountainbiken und Hiken. Wir laufen den Canyon Walk, der mitten in der Stadt beginnt. Es geht über knapp 2 Km auf einem engen Pfad am Fluss entlang, über eine Hängebrücke und auf der anderen Seite wieder zurück. Auf der einen Seite laufen wir über die Felsen im Canyon, auf der anderen oben auf den Klippen. Dabei lernen wir anhand einiger Schautafeln das ein oder andere über die Zeit der Goldsucher.
Für diesen Walk und auch für einen Bummel durch diesen süßen Ort lohnt es sich, auf der Durchfahrt in Bright einen Stopp einzulegen.
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Für uns geht es weiter in südlicher Richtung. Auf dem Weg legen wir einen kurzen Stopp in Wirrabara ein, um uns die dortige Silo Art anzuschauen. Sie ist eine der schönsten, die wir in den letzten Monaten gesehen haben. Wer sich hier etwas mehr anschauen möchte, sollte mal auf der Seite Australian Silo Art Trail vorbeischauen.
Für uns ist es immer wieder ein Rätsel, wie man Bilder in dieser Größe malen kann, ohne den Überblick zu verlieren und dazu noch auf einer mehrfach gewölbten Fläche.
Zunächt schlängelt sich die Straße noch weiter die Berge hinauf, bevor wir diese verlassen, um Rusty mal wieder im Gelände spielen zu lassen. Der Track geht jetzt mit deutlich weniger Windungen, dafür entsprechend steiler, über die Hügel hinweg und bietet immer wieder phantastische Aussichten.

Langsam wird es Zeit, unsere Route zurück in Richtung Adelaide zu planen. Als nächsten Stopp haben wir uns die Flinders Ranges ausgesucht.
Aufgrund der langen Fahrzeit übernachten wir unterwegs aber noch eine Nacht auf dem Campground in Copley, wo wir am Abend durch Wildpferde überrascht werden, die auf der Suche nach etwas Grün auf dem kargen Boden über den Campground streifen.
Um weiterhin dem Regen zu entkommen, fahren wir, mit nur einem kurzen Stopp in Mallacoota, bis nach Lakes Entrance und damit über die Grenze nach Victoria an die Südküste. In Lakes Entrance haben die über 350qm großen Gippsland Lakes ihre Verbindung zum offenen Meer. Uns beschert der Sonnenuntergang einen herrlichen Abendhimmel beim Spaziergang am See.
Allerdings fallen mit nahendem Herbst auch die Temperaturen mit der untergehenden Sonne schnell. Tagsüber ist es in der Sonne bei 22-25°C noch schön warm, abends sind aber auf jeden Fall lange Klamotten angesagt. In der Nacht gibt es auch schon mal einstellige Temperaturwerte.

Von Coober Pedy aus unternehmen wir einen Ausflug zum Painted Desert, knapp zwei Stunden nördlich von Coober.
Da wir sowohl Sonnenunter- als auch -aufgang genießen wollen, campen wir die Nacht auf der Arckaringa Station. Dies ist auch die einzige Übernachtungsoption in weitem Umkreis.
Als Station werden in Australien Farmen bezeichnet, die sich meist auf langfristig vom Staat geleasten Land befinden.
Vom Googs Track geht es weiter nach Coober Pedy, einer Opalstadt inmitten des australischen Outbacks. Die Temperaturen im Sommer liegen regelmäßig über 40°C und es regnet nur selten. Entsprechend karg ist die Landschaft.
Dafür gibt es Opale, und diese haben unzählige Glücksritter in die Stadt gezogen, von denen einige sehr reich geworden und andere erfolglos gescheitert sind.

Nach so viel Strand, Meer und Klippen wird es langsam mal Zeit für etwas Anderes. Von Ceduna aus wollen wir direkt nach Norden ins Südaustralische Outback.
Glücklicherweise haben John „Goog“ Denton, seine Frau Jenny und ein Haufen treuer Kumpel in den 1970ern mit dem Bulldozer eine Schneise von Googs Farm bis zur 150Km nördlich verlaufenden East-West Railway Line quer durch den Australischen Busch geschaffen.
Nach den unvergleichlichen Tagen in den Nationalparks an der südlichen Spitze, schlagen wir nun den Weg entlang der Westküste der Eyre Halbinsel Richtung Norden ein.
Kleine Orte, Aussichtspunkte, Strände und die nicht enden wollende Steilküste laden uns zu vielen Stopps auf der Strecke ein, für die wir uns drei Tage Zeit nehmen.
Am Point Drummond erwartet uns eine den Klippen vorgelagerte kleine Halbinsel, deren Klippen uns ein Farbspiel von rot, über hellbeige und grau bis hin zu tiefem braun offeriert. Richtung Südosten eröffnet sich uns der Blick über den Picnic Beach. Abgerundet wird das Bild durch die Delfine, die im türkisfarbenen Wasser spielen.
Heute haben wir einen längeren Fahrtag vor uns, denn wir wollen bis zur Südspitze der Eyre Peninsula, nach Port Lincoln. Auf dem knapp sechs Stunden langen Weg halten wir wieder einmal bei zwei bemalten Getreidesilos an.
Die Silo Art in Tumby Bay fasziniert uns ganz besonders. Von dem kurzen Weg aus sieht man drei mal zwei Silos, die jeweils etwas auseinander stehen. Erst ganz am Ende des Weges offenbart sich das Gemälde als Ganzes.
Wir fahren weiter Richtung Westen auf die Yorke Peninsula, wo wir unser Lager zunächt in Wallaroo aufschlagen. Dort lockt uns der langgezogene North Beach mal wieder dazu, einen Strandtag einzulegen.
Und, wenn man schon an diesem Strand ist, muss man unbedingt auf einen Kaffee in der North Beach Kitchen am südlichen Ende des Strandes einkehren. Leckerer Kaffee und entspannte Atmosphäre mit Blick aufs Meer sind hier garantiert.

Unsere Tour führt uns weiter in das 100Km nördlich von Adelaide gelegene Clare Valley, eine Weinregion, die speziell für ihren Riesling bekannt ist.
Auf dem Weg dorthin führt die Kombination aus starkem Wind und extrem trockenen Böden aber erst einmal zu einem Sandsturm.
Dafür erwartet uns in Clare ein sehr schönes Haus mit Terrasse und Blick über die Weinberge. Das Wohnzimmer ist so groß, dass wir erst einmal darin tanzen. Wir sind mit unserer Wahl zufrieden.
Entgegen unserer Gepflogenheit, um große Städte einen ebenso großen Bogen zu machen, mieten wir uns für sechs Tage eine Wohnung mitten im Festivalviertel von Adelaide. Und das während der Adelaide Fringe, dem wohl größten Festival Australiens.
Was einst alle zwei Jahre als Treffpunkt lokaler Künstler begann, lockt mittlerweile jährlich über mehrere Wochen ganze Ströme von Künstlern und Besuchern aus aller Welt nach Adelaide.
Pünktlich um 13 Uhr legt die Fähre ab, um uns von Cape Jervis nach Kangaroo Island zu bringen, wo wir die nächsten 6 Tage verbringen wollen.
Das Wetter ist gut und so führt uns der erste Abstecher auf der Insel erst einmal zur False Cape Winery. Bei einem Wein-Tasting mit Käse-Wurst-Oliven-Platte verbringen wir den Nachmittag mit Blick über die Weinreben.
Da wir noch zwei Nächte Zeit haben, bis unsere Fähre nach Kangaroo Island ablegt, schlagen wir unser Lager in Seacliff am Brighton Beach auf. Der Campingplatz liegt direkt am Strand, und so nutzen wir den Nachmittag für einen ausgedehnten Spaziergang. Am Abend können wir, in unserem Dachzelt liegend, das Rauschen der Wellen hören.
Auf dem weiteren Weg Richtung Westen kommen wir in Karoonda einmal mehr an künstlerisch gestalteten Getreidesilos vorbei, bevor wir uns für die nächsten zwei Nächte auf dem kleinen, aber ganz gemütlichen Caravan Park in Mount Barker einquartieren.
Nachdem wir einen schönen Stellplatz gefunden haben, laufen wir in den Ort, um uns ein bisschen umzusehen. Den Abend verbringen wir in der HMBL Tapas Bar bei Tapas (absolut lecker) und einem Cocktail (da geht noch was). Die Bar erhält von uns trotzdem ein "empfehlenswert".
Unsere Reise geht weiter entlang des Murray River nach Loxton. Ursprünglich wollten wir auf dem Weg Richtung Adelaide nur eine Nacht dort verbringen, aber es kommt mal wieder anders.
Wir steuern erneut einen Campingplatz am Fluß an, der sich über ein riesiges Gelände erstreckt. Nur Teile davon werden zum Campen genutzt, der Rest liegt brach. Wir schlagen unser Lager nur wenige Meter vom Flußufer entfernt zwischen ein paar Bäumen auf. Dieser Teil des Campingplatzes liegt weit entfernt vom Rest und wir freuen uns über ungestörte Ruhe.
Unser nächstes Ziel in Richtung Norden ist Mildura am Murray River, Australiens längstem Fluß. Er schlängelt sich in unzähligen Windungen durch die Ebene, sodass man selten weiter als ein paar hundert Meter bis zur nächsten Biegung blicken kann.
Wer in die Murray River Region fährt, sollte unbedingt daran denken, dass dies ein eigenes Quarantänegebiet innerhalb Victorias ist. Die Einfuhr von Obst, Gemüse und einigen anderen Waren ist strengstens untersagt und wird teilweise kontrolliert.
Wir finden einen Campingplatz direkt am Fluß und bauen unser Lager mit Blick auf selbigen auf. Der Fluß ist warm und hat fast keine Strömung, sodass wir dort auch direkt schwimmen gehen können.
Auf dem Weg Richtung Norden legen wir eine Übernachtung in Sea Lake ein um den Lake Tyrrell zu besuchen. Im Winter, wenn das Wasser kommt, füllt er sich auf einer riesigen Fläche auf ca. 5 cm Wassertiefe auf und schimmert oft rosa. Jetzt, im Sommer, ist der See ausgetrocknet und von einer glitzernden Salzkruste überzogen. Jährlich werden hier über 100.000 Tonnen Salz gewonnen.
Wir schauen uns ein bisschen um, machen das ein oder andere Foto, bleiben aufgrund der extremen Temperatur aber nicht all zu lange. Bei klarem Himmel ist dies ein sehr beliebter Ort für Sternenbegeisterte. Es gibt überhaupt keine Lichtverschmutzung und die Milchstraße ist mit bloßem Auge zu sehen. Um dies besser genießen zu können, wurden extra Liegen installiert, um entspannt in den Himmel zu schauen.
Der Grampions Nationalpark stand von Anfang an auf unserer Bucket List. Da seit Dezember heftige Brände im Nationalpark wüten, war jedoch lange nicht klar, ob wir überhaupt hinfahren können und es sich noch lohnt. Diese Woche kam dann die Entwarnung. Alle Feuer sind unter Kontrolle, und die meisten Bereiche im Osten des Parks, wohin wir wollen, sind wieder für Besucher freigegeben.
Unsere Route dorthin führt uns jedoch durch den Westen des Parks, und es ist erschütternd zu sehen, welch riesiger Bereich durch die Feuer betroffen ist. Wir fahren durch vollständig abgebrannte Waldgebiete, und so weit man blicken kann, sind die Hügel rundherum braun und schwarz. Und doch stehen dazwischen Bäume mit verkohltem Stamm und Ästen, die nach so kurzer Zeit schon wieder in frischem Grün ausschlagen. Das macht Hoffnung.
Unser weiterer Weg führt uns erst einmal weg von der Küste in Richtung Osten in die Coonawarra Weinregion. Für die nächsten zwei Übernachtungen haben wir uns Penola als Ziel ausgesucht. In diesem kleinen Ort wird versucht, die Geschichte zu erhalten. In der Petticoat Lane stehen viele originale Gebäude aus der Gründungszeit des Ortes Mitte das 19. Jahrhunderts.
Weitere alte Gebäude sind überall im Ort verteilt zu finden. Eines davon, Sarah's Cottage, können wir für die zwei Nächte mieten. Die Wände sind etwas schief, die Decken niedrig und der Charme unbeschreiblich. Alles ist liebevoll eingerichtet, und wir fühlen uns ein bisschen wie in einem Museum.
Auch wenn die Temperaturen nicht dem entsprechen, was wir uns für den Strand wünschen würden, soll unser nächster Stopp mal wieder am Strand sein. Die Entscheidung zwischen Robe und Beachport fällt auf Robe, da wir dort ein wunderschönes Cottage zum Wohnen finden.
Schon der erste Spaziergang durch den Ort bestätigt unsere Entscheidung. Obwohl klein, kann Robe mit Cafés, Restaurants, kleinen Shops zum Stöbern und einer sensationellen Eisdiele aufwarten. Wer immer von euch jemals in Robe vorbeikommt, lasst euch den Robe Ice Cream Shop auf der Victoria Street nicht entgehen.
Es gibt auch zwei gemütliche Lokale für Weinproben, die wir jedoch ausgelassen haben, da sie schon um 16:30 Uhr schließen, und unsere persönliche Wine-Time erst am Abend beginnt. Die australischen Uhren ticken eben anders.
Wie herrlich - mal wieder haben wir nur eine gute Stunde Fahrt zu unserem nächsten Ziel, Port Macdonnell in South Australia. Vor der Abfahrt kaufen wir noch im örtlichen Supermarkt ein, um unseren Kühlschrank wieder zu füllen. Die erste Überraschung erleben wir dann an der Grenze zwischen Victoria uns South Australia. Ein riesengroßes Schild mit dem Hinweis, dass die Einfuhr von Obst, Gemüse und anderen landwirtschaftlichen Produkten verboten ist und diese in speziellen Containern zu entsorgen sind. Hallo - wir sind immer noch in Australien! Schweren Herzens trennen wir uns von unserem gerade erst erworbenen Obst, nur um dieses im nächsten Ort nachzukaufen. Logisch, oder?
Manchmal findet man durch Zufall das Besondere. Dieses Glück haben wir in Portland. Etwa 15 Km außerhalb von Portland steht hoch oben am Cape Nelson der Leuchtturm. Bis dahin noch nichts Besonderes. Jedoch können wir uns hier für drei Nächte im historischen Caretakers Cottage einmieten (das Head Lightkeeper Cottage ist leider schon vergeben). Und so lassen wir uns völlig entspannt, in historischer Atmosphäre mit moderner Ausstattung, zwei Tage lang den kräftigen Wind am Cape Nelson um die Nase wehen.
Unsere Reise führt uns weiter entlang der Küste Victorias. Schon bald macht die mächtige Steilküste Platz für ausgedehnte Strände. Da es für Beachlife immer noch zu kalt ist, machen wir unseren ersten Stopp am Flagstaff Hill in Warrnambool. Hier wurde an traditionsreicher Stelle ein Hafendorf des 19. Jahrhunderts nachgebaut. Die zwei Leuchttürme stehen noch an alter Stelle, von der sie mit ihren Lichtern die Einfahrt in den Hafen markierten.
An diesem Teil der Küste, der nicht zu unrecht den Namen Shipwreck-Coast trägt, sind über die Jahrhunderte mehr als 600 Schiffe gesunken. So wundert es auch nicht, dass sich die Museumsführung hauptsächlich mit der tragischen Reise der Loch Ard befasst. Die Passagiere des Schiffs hatten nach 90 Tagen auf See nach Sichtung des australischen Kontinents schon gefeiert, nur um am nächsten Tag, kurz vor Ende ihrer Fahrt, im Nebel an den Klippen zu zerschellen.
Wie soll man eine Küste beschreiben, die in Jahrtausenden von Wind und Wellen geformt wurde und an jedem Stopp, den man entlang der 240 Km langen Strecke einlegt, auf's Neue beeindruckt. Uns fehlen dafür manchmal die Worte. Aber ganz von vorne.
Von Lorne kommend führt die Strecke komplett entlang der Küste bis Apollo Bay. Häufig wachsen höhere Büsche neben der Straße, sodass der Blick auf Küste und Meer nur an wenigen Stellen frei ist. Auf diesem Abschnitt der Great Ocen Road liegen noch einige Orte und Strände.
Am Ausgang der Bucht Port Phillip führt eine Fähre von Sorrento nach Queenscliff, die immer zur vollen Stunde fährt. Wer sich den langen Weg um die Bucht und durch Melbourne sparen will, findet mit ihr eine schöne Alternative um von Ost nach West (oder umgekehrt) zu kommen.
Von Queenscliff geht es weiter entlang der Küstenstraße B100, vorbei am berühmten Bells Beach, an dem alljährlich die Rip Curl Pro Surfing Competition ausgetragen wird. Manchmal geht es ein bisschen ins Landesinnere, dann führt die Strecke wieder an der Küste entlang und bietet schöne Blicke auf die Klippen, Buchten und Strände.
Unser Weg führt uns entlang der Küste von Port Phillip, der Bay vor Melbourne. In diesem dichtbesiedelten Gebiet von Victoria geht ein Ort in den nächsten über. Die Fahrt entlang der Küstenstraße bietet aber nur eingeschränkten Blick auf die Bay, da sie meist durch einen 50-100m breiten, mit Büschen und Bäumen bewachsenen Streifen vom Meer getrennt verläuft.